Bei 326 km/h wird dieser Tiefflieger elektronisch abgefangen, doch die Bristol-Ingenieure haben ausgerechnet, dass theoretisch 430 km/h möglich sind. Doch bei diesem Tempo dürfte der „Jäger“ mit seinem Biturbo trotz des Diffusors – der Fighter S kommt ohne aus – wohl abheben. Unabhängig davon müssten dafür erst einmal die passenden Reifen für längeren Gebrauch gefunden werden. Den Sprint auf 100 km/h absolviert der Fighter T in 3,5 Sekunden Die Aufrüstung des Fighter geschah auf mehrfachen Wunsch von Anhängern dieser 60 Jahre alten Sportwagen-Manufaktur, entstanden aus einer Kampfflugzeug-Produktion.
Das Triebwerk, der 8-Liter-V10 der Viper, erhielt durch den Biturbo mit den dazugehörigen Intercoolern einen enormen Schub auf 1012 PS bei 5600/min, und das maximale Drehmoment von 1409 Newtonmetern will erst einmal verkraftet werden. Wie beim Motor musste auch das 6-Gang-Schaltgetriebe durch zahlreiche Modifikationen „standfest“ gemacht werden. Aber auch der Chassis-Struktur verlieh man 30 Prozent mehr Verwindungssteifigkeit. Aus Gewichtsgründen sind Flügeltüren und Heckklappe aus Carbon gefertigt. Da die Aluminium-Karosserie auf einer soliden Stahl-Bodengruppe ruht, muss ein Leergewicht von 1595 Kilo, davon ruhen 52 Prozent auf der Hinterachse, in Kauf genommen werden.
Aerodynamische Kunstgriffe, zu den auch der Diffusor gehört, senkten den ohnehin sensationell guten Luftwiderstands-Beiwert von 0,28 auf 0,27. Das Fahrwerk des Fighter T ist mit 19-Zoll-Alurädern und 285er-Reifen vorn sowie 335er-Walzen hinten bestückt. Viel Aluminium und Leder-Schalensitze unterstreichen den sportlichen – aber nicht spartanischen – Charakter des Interieurs eines Exoten, der einschließlich VAT-Steuer exakt 351.931 britische Pfund kosten soll. Die ersten Exemplare sollen im September 2007 ausgeliefert werden. Ob dann die seitlich abgeführten „Ofenrohre“ noch mit den Straßen-Zulassungs-Bestimmungen konform sind, bleibt abzuwarten.